MAN-Traktor.de Forum
Verschiedenes => Anbaugeräte => Thema gestartet von: 18ender am 28.01.2013, 21:14:37
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Warum haben die Maulkupplungen der kleinen MAN diese "Vierkant" Ausfraesung, während die großen diese nicht haben? Soll/ kann da was reingesteckt werden?
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Weiss denn keiner eine Antwort?
Es stellen sich doch zwei Fragen:
1) warum sind MAN Kupplungen überhaupt drehbar?
2) warum macht es Sinn, dies ggf zu blockieren?
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Hallo zusammen,
naja das die Kupplung drehbar ist, würde ich damit erklären, das wenn man einen Anhänger bzw. Karre (mit einer Achse) dran ist und man fährt mit einem Rad irgendwo drüber (zb. Erdhügel), kann sich diese Drehung in der Kupplung ausgleichen!
Und noch extremer- kippt der Anhänger, reißt er den Schlepper nicht unbedingt mit um!
Aber warum es Sinn macht die Kupplung zu blokieren weiß ich nicht!
Gruß Alex
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Hallo,
das Anhängemaul muss drehbar sein, damit ein umkippender Anhänger nicht den Schlepper mit umkippt. Wird beim Tüv geprüft, ob die Anhängekupplung leichtgängig drehbar ist.
Gruß
Klaus
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Hallo,
und das ohne viel Spiel.
Also weiterhin abschmieren.
Gruß Cord
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Hallo,
alle Schlepperkupplungen bis mitte der fünfziger Jahre waren starr erst zum Ende der
fünfziger Jahre wurden sie drehbar gelagert !
Ich denke mal das die Berufsgenossenschaften wegen Unfällen, sowie Klaus schon schreibt
Handlungsbedarf sahen und mit den Herstellern Lösungen gesucht haben !
Die "Vierkantanfräsung" ist in meinen Augen ein Aufnahmeloch für das Werkzeug mit dem die
Kupplung hergestellt wurde, oder diente für weitere Bearbeitungszwecke !
Gruß Jürgen.
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- oder ist es so einfach wie die abgebildete Anhängerkupplung mit der "Vierkantausfräsung" eine vom gefederten Typ ist? ::)
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Hallo Magne,
ich habe auch so eine und da ist keine Feder drin.
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Hallo Jürgen,
wie Du sicher verstehst habe ich selber keine von diesem Typ vorhanden, aber das Thema hat meine Neugierde erweckt! ;) Hast Du zufälligerweise ein paar guten Detailfotos von der kompletten AHK?
Gruss
Magne
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Hallo Magne,
kann ich machen.
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Hallo Magne
Kannst du mal Bilder von deinen AHK /Zugmaul einsetzen ,sind die nicht gleich wie in Deutschland ?(bis auf Unterzug)
Ich denke die Unterschiede der AHK`s kommen von verschiedenen Fertigungsverfahren,oder von
verschiedenen Verdrehsicherungen (federbelastete Kugel in einer Senkbohrung).
Gruß Jens
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Hallo Magne,
ich habe gerade nachgeschaut und 2 dieser Kupplungen gefunden.
Bild 1 Die Kupplung liegt eng an und lässt sich von Hand nicht verdrehen.
Bild 2u3 Die Kupplung hat einen Luftspalt durch den man einen Stift erkennen kann,
aber auch diese Kupplung lässt sich nicht von Hand verdrehen.
Bild 4 Rückseite bei beiden gleich.
Um zu wissen wie sie funktionieren, müsste ich sie zerlegen. Die geschweißte wollte ich eh abbauen
um eine Oberlenkerhalterung an den Bock zu schweißen.
Gib mir bitte einen Tag zeit. :D
Gruß Jürgen.
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Hallo..
@ Jürgen: Danke für Deine Bemühungen mit den recht guten Fotos! Ich sehe es genauso wie Du, das kreuzförmige Loch muss herstellungsbedingt sein. Eine gefederte Ausführung ist diese AHK bestimmt nicht, in dem Fall würde ein besonderes Federgehäuse mit gehörender Halterung (mit grossem Mittenloch) vorhanden gewesen. Ich schlage vor; der Stift ist eine federbelastete Verdrehbegrenzung um es einfacher beim Ankuppeln zu machen... ::)
@ Jens: Die Standardausrüstung (bis 4R3) war bei uns immer eine starre AHK und die meisten MANs wurden beim Importeur auf Unterzug umgebaut um die norwegischen Anhänger verwenden zu können. Sonst waren auch manchen Anhänger mit drehbarem Zugauge ausgerüstet.
Gruss
Magne
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Hallo Magne,
ich habe die Kupplung vom Bock getrennt !
Es befand sich sehr viel festgebackener Rost und Staub dazwischen !
Nun sehe ich eine durchgehende Hülse mit Kreuzprofil an hinterem Ende befindet sich eine
wahrscheinlich angeschmiedete Scheibe, denn von der Innenseite der Kupplung ist das
Kreuzprofil verschweißt ! :o Die Nähte sind glattgeschliffen, aber man kann sie fühlen !
Ohne die Schweißnähte zu trennen bekommt man die Kupplung nicht auseinander !
Die Kreuzprofilhülse mit Scheibe besteht aus einem Stück !
Da sich die Kupplung noch nicht bewegen lässt gebe ich dem Rostlösemittel nun Zeit zu wirken. :D
Es könnte tatsächlich eine Feder verbaut sein, denn der Flansch der Kupplung ist länger als
bei den anderen Kupplungen. Wenn dies so ist wird ein drehen der Kupplung erst unter Last
möglich sein, wenn die Feder zusammen gedrückt wird ! Wenn der Rostlöser seine Wirkung zeigt
wissen wir evtl. mehr !?
Was meinst Du oder Ihr ?
Gruß, Jürgen.
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Hallo Jürgen,
für mich macht es keinen Sinn, wenn das Zugmaul sich nur bei Belastung drehen kann.
Ich bin auch gespannt, was dabei rauskommt.
Gruß
Jörg
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Hallo Jörg,
wenn nix dranhängt braucht es sich doch auch nicht zu drehen, dachte ich !?
Es scheint ja zumindest ein Vorläufer- oder Zwischenmodell zu sein !?
Auch wenn nur der Stift oder ähliches freigegeben werden muß, müsste doch die
Kupplung wenn auch nur minimal auseinander gezogen werden.
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Jürgen,
du hast schon recht, wenn nichts dranhängt, braucht auch nichts zu drehen.
Was ist aber, wenn das was dranhängt schiebt?
Es kann natürlich sein, daß die Konstrukteure noch auf der optimalen Lösung waren.
Gruß
Jörg
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Hallo Jörg,
ja was ist wenn was schiebt, oder schräg zieht ?
Dazu eine erlebte Situation :
An meinem 4P1 ist "die normale Ausführung" ohne Kreuzprofil verbaut.
Ich war mit meinem Einachskipper mal unterwegs um Dreck an einem Hang abzukippen
nachdem der Dreck heruntergerutscht war kippte der leere Hänger plötzlich um in höchster
Kippstellung und rutschte seitlich schräg zum Trecker den Hang hinunter. :o
Die sonst eigentlich leichtgängig drehbare Kupplung muß sich wohl durch den Schrägzug
verkanntet haben und drehte sich nicht mit, der Hänger blieb in ca 45 Grad Stellung zum
Trecker stehen und die massive Anhängeöse verdrehte sich und steht seitdem schräg ! :o
Wäre der Hänger voll beladen schräg zum Trecker weggerutscht hätte er den Trecker evtl. mit umgerissen.
Deswegen bin ich der Meinung ein drehen egal welcher Kupplungsausführung ist nur möglich wenn nicht zuviel
Zug oder Druckkraft vorhanden ist, so das die Reibungskräfte das drehen noch ermöglichen müssen.
Gruß, Jürgen.
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Hallo MANler,
ich habe auch eine solche Kupplung mit Kreuzprofil. Meine Kupplung lässt sich sehr leicht drehen und rastet in den entsprechenden Stellungen ein. Wie das genau aussieht kann ich nicht sagen, da man die Kupplung ja nicht auseinandernehmen kann. Ich stelle es mir aber so vor, dass in der Welle Vertiefungen sind, in die eine Kugel -oder ähnliches- mittels einer Feder einrastet.
Gruß
MAN 2K3
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Meine Kupplungen am 4P und 4R3 lassen sich auch leicht von Hand drehen und rasten in der entsprechenden Stellung ein.
Wie es genau aufgebaut ist aknn ich morgen mal einen Bekannten fragen, er kennt sich normalerweise in all den Sachen sehr gut aus.
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Hallo,
drehbare Kupplungen sind, so weit ich weiß, alle mit einer Feder ausgerüstet, die ein Verdrehen im unbelasteten Zustand (sprich: ohne Anhänger) verhindern soll. Ansonsten müsste man vor jedem Ankuppeln die AHK erst mal gerade rücken, um den Anhänger ankuppeln zu können. Entweder durch eine Feder mit Kugel, die dann in entsprechender Stellung einrastet, oder eine Druckfeder im innern der AHK. Eigentlich sollten alle AHKs von Hand nur schwer drehbar sein, ich denke, wenn sie sich leicht drehen lässt, ist die Feder dann ausgeleiert. Ich hab leider nur eine starre AHK und kann das bei mir nicht ausprobieren.
Gruß .. Rudi ..