motorüberholung

Begonnen von berschmi325, 23.02.2012, 18:29:03

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berschmi325

Hallo allerseits,
jetzt endlich sind die Ersatzteile von J.Z. nach über 2 Wochen angekommen und es könnte mit der Motorüberholung losgehen, wenn da nicht dieser
verflixte Monat Mai mit seinen vielen Feiertagen wäre. Dazwischen nimmt man gerne Urlaub, so ist leider schon wieder die halbe Belegschaft
der Instandsetzungsfirma außerhäusig.
Ich glaube, ich werde im nächsten Leben selber dieses Handwerk erlernen...
Immerhin sind ja schon mal die Ventile aus dem Kopf entfernt.  Bei diesem Tempo kann ich die erste Probefahrt leider nicht mehr im Frühjahr
erleben. Doch es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer: die EP muß nicht automatisch überholt werden, sie wird zum Schluß wieder eingebaut,
der Motor eingestellt und Leistungsmäßig überprüft. Sie scheint zumindest äußerlich dicht und unbeschädigt zu sein.
Weider heißt es - abwarten!
Gruß
Bernhard


Friedrich B45A

Hallo Bernhard

Das wird schon nur nicht die Geduld verlieren es heißt doch was lange dauert wird gut (nicht immer siehe Karl-Ernst)
Gruß Friedrich

MAN-fantast

#82
Zitat von: Andeman in 03.05.2012, 08:13:15


Zur Frage Flammring.
Wir (meine Schlepperfreunde und ich) sind der Überzeugung, wenn der Flammring einen zu kleinen Innendurchmesser hat, drückt er auf den Buchsensteg. Da unsere Buchsen eine dünnere Wandung haben hält dass der Buchsenrand nicht mehr aus. Der Flammring darf nur einen Druck über den Buchsenrand auf die Auflage der Buchsen ausüben.
Wie bereits erwähnt, haben wir 2 dieser diversen Kopfdichtungen eingebaut und beidemale einen kapitalen Motorschaden davongetragen. Erst mit der 3. Dichtung vom Zindl, die im übrigen identische Flammringmaße im Vergleich mit der originalen hat, läuft der Motor wieder.

Ich werde die Maße an den Flammringen nachmessen und Euch dann mitteilen.

Gruß Andeman

@ Andeman:  Hast Du der Flammring an der originalen Zylinderkopfdichtung jetzt nachgemessen? - warte immer noch in Spannung ! :P

Gruss MAN-fantast
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Friedrich B45A

Hallo Magne

Habe gerade mal die Zylinderkopfdichtung gemessen mit der Schiebelehre sind ca:99,5mm bei der alten und neuer Dichtung von DS.
Gruß Friedrich

Bastian

Zitat von: Friedrich AS 430A in 12.05.2012, 14:27:05
Hallo Magne

Habe gerade mal die Zylinderkopfdichtung gemessen mit der Schiebelehre sind ca:99,5mm bei der alten und neuer Dichtung von DS.
das habe ich auch vermessen und hier hingeschrieben
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

MAN-fantast

Hallo Ihr zwei!

Danke für die Interesse Ihr zeigt!  Ich wollte nur das Mass auch von Andeman hören, denn er hat ein 100% original Zylinderkopfdichtung vorhanden und kennt auch die gleichen, nur stärkeren, Dichtungen von J. Zintl.  Wenn die Aussage - "Der Flammring darf nur einen Druck über den Buchsenrand auf die Auflage der Buchsen ausüben" - seine Richtigkeit hat, soll das Mass eigentlich etwa 107 mm sein.  Der Sitz oder die Auflage im Motorblock hat die Masse 107 bzw. 114 mm und ist gleich gross entweder es sich um einen 8814 oder 9214 Motor handelt.

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Bastian

mir interressiert es stark  warum einer Laufbuchse  zerbricht beim 9214 motor , bins mir noch  nicht sicher ob es vom zylinderkopfdichtung herkomt,liegt natürlich auch daran wo die bruchstelle ist , meiner alter dichtung hat übrigens genau 100mm vermessen .
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

Friedrich B45A

Hallo Bastian

Hier mal die Büchse die abgerissen war lag schon beim Schrott.Warum der Kranz abgerissen ist weiß ich bis heute nicht.
Gruß Friedrich

Prototyp 4P1

Hallo MAN's,

ich hatte schon mal geschrieben: Es wäre wichtig zu wissen aus welchem Material die
alten Buchsen und die neuen bestehen !? Kann dazu jemand etwas sagen ?
Die Bruchstelle ist genau an der Eindrehung für den O-Ring oder sehe ich das falsch ?
Und sie ist glaube ich kantig ausgeführt, wie eine Sollbruchstelle, oder ?
Wäre der Einstich gerundet wäre es doch besser oder liege ich falsch ?
Fragen über Fragen  ???

Gruß Jürgen.

MAN-fantast

#89
Hallo Jürgen,

ich bin gar keiner Metallurge, aber ich meine die Originalbüchsen aus einigem Gussmaterial bestehen.  Es soll übrigens kein O-ring in der Eindrehung bei der Bruchstelle liegen.  Der Einstich ist, soweit ich beurteilen kann, richtig ausgeführt (s. das Bild) - schön abgerundet und nicht mit einem "verbotenen" rechten Winkel versehen.  Natürlich schwächt die Nut die Büchse und besonders wenn die Büchse aufgebohrt wird.  Selber neige ich zur Theorie; es passiert wegen zu geringem Einbauspiel der Kolben.

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

berschmi325

Hallo,

jetzt habe ich aber schon 3 unterschiedliche Maße für den 9214 G- Motor: 99,5 - 100 - 114 mm??
Ich blicke nicht mehr durch!
Eins scheint sicher: auf keinen Fall alte Originalbuchsen aufbohren und wiederverwenden!
Soweit ich das anhand der Originalersatzteiliste feststellen kann, hatten die Buchsen keinerlei O-Ring Unterlage,
sondern lagen direkt am Block auf. Und genau das ist die Schwachstelle bei den meisten schiefgelaufenen Überholungen:
hier muß die Nut für die Aufnahme der Buchsen im Block mit höchster Präzision genauestens nachgearbeitet werden.
Nach Jahrzehnten des Motrobetriebes haben sich die alten Büchsen hier einen "Weg" reingefressen, sodaß neue Büchsen hier
nur teilweise Halt haben und alte sowieso durch Aufbohren bereits geschwächt sind.
Wenn dazu auch noch die falsche (zu dünne) Kopfdichtung kommt, die bei nicht plangefrästem Motor die Unebenheiten nicht ausgleichen kann,
muß es ja schiefgehen. Alles was ich bisher auch außerhalb dieses Forums dazu gehört habe, lässt für mich darauf schließen!
Der G-Motor ist nun mal ein wenig kniffeliger.
Gruß
Bernhard

MAN-fantast

#91
Hallo Bernhard,

die bisher angegebene Masse für den 9214 G-Motor sind denn nicht so verwirrend??  Habe eine Skizze gemacht um das Ganze einfacher erklären zu können.  99,5 mm (andere) und 100 mm (Bastian) ist der Innendurchmesser des Flammringes; ich habe das Mass von der dicken (richtigen?) "J.Z." Zylinderkopfdichtung nachgefragt (Andeman).  Diese Dichtung soll angeblich ein grösserer Innendurchmesser für den Flammring (vielleicht bis 107 mm) haben ..., - vielleicht könntest Du bitte für uns das Mass an Deiner von J.Z. angekommenen Dichtung kontrollmessen?

Danke im voraus
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Karl-Ernst

Hallo Magne,
deine Skizze hat auch nun für mich das Zahlenwirrwar aufgelöst.
Ich denke die kleine Nut wurde an der Büchse eingedreht das da an der Kannte zum Block nichts ist was den richtigen Sitz behindert um das der Rand der Büchse richtig aufsitzt. Gleiches hätte man zwar auch mit einer Fase am Block erreichen können, aber vieleicht war dies damals so einfacher zu machen.
Jetzt könnte ich mir gut vorstellen, das wenn man solch eine alte Buchse etwas aufbohrt wodurch duch den Materialabtrag der Rand geschwächt wird und die Materialeigeschaften werden sich ja durch den Jahrzehnte langen Betrieb auch verändert haben und wohl eher zum negativen, und wenn dann die Kolben noch etwas stramm eingepasst sind, kann es schon passieren das da was abreisen kann. Immerhin ist jua auch bei der ganzen Fläche der Büchse die mit Wasser umspühlt ist keinen Halt der Büchse im Block gegeben. Der ganze Halt muß durch den oberen Rand unddurch die zwei kleinen Flächen wo die Büchse oben und unten imBlock dicht ansitzt gegeben werden.
Mit freundlichen MAN-Gruß

Karl-Ernst

MAN-fantast

Hallo Karl-Ernst,

ich kann deine Meinung in Bezug auf die kleine abgerundete Nut an der Büchse nur beipflichten.  Am Block ist es ein scharfer Rand, keine Fase.  Im übrigen ist die untere Fläche zum Büchsenhalt bedeutend grösser als oben, - eine Höhe von 10 mm oben und 27 mm unten.

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Friedrich B45A

#94
Hallo Magne

Ich denke das waren die ersten Büchsen mit Nut,beim 430 und den 440 waren die Nut nicht vorhanden.
Mein Sohn ist dahinter gekommen da wir die ersten Büchsen von einen Motor 9214 vom 330 mit Frostschaden hatten und die dann in den 430
eingebaut hatten und da ist bei einer Büchse der Rand gerissen sie Foto oben.

Gruß Friedrich

Bastian

#95
 ???  wie ich es richtig verstehe dient die nut dann nur zum staub oder smutzabfang ?  ich habe gerade 8 neue Buchsen im Nähe Osten anfertigen lassen die ich kommende Woche erwarte , ich hoffe das die Nute beim neue Buchsen dann nicht nicht zu tief eingefräst sind , odr besser noch gar nicht. (  zweitens : bei mir sehen die abgezogene Buchsen auch so angefressen aus )
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

MAN-fantast

Hallo Friedrich,

nach einer solchen Aussage musste ich meiner Büchsenvorrat sofort überprüfen!  :o  Von gesamt 17 Büchsen hatte ich tatsächlich 2 ohne die Nut, das ist mir nie aufgefallen!  Das heisst, mein Büchsenvorrat ist meistens Schrott!?  Fast sämtliche Büchsen sind bei mir aus 440-Motoren geholt, wahrscheinlichst sind die meisten aus dem 81 A 38 Block, also um 1953 ...

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Karl-Ernst

Vieleicht sollte man zu diesem Problem mit der Nut in den Büchsen noch mal einen Motorinstandsetzer befragen, ob sie wirklich den von mir vermuteten Sinn hat!?
Vieleicht kann man dann auch eine gute Lösungsmöglichkeit für das Problem finden?
Mit freundlichen MAN-Gruß

Karl-Ernst

Prototyp 4P1

Hallo MAN's,

ich habe mal irgendwo eine Buchsenskizze mit O-Ring gesehen und dachte, das sei hier
auch so. Deswegen meine Vermutung. Was Karl-Ernst sagt, ist meiner Meinung nach der
richtige Weg, um eine Schwachstelle zu umgehen.

Gruß Jürgen.

Friedrich B45A

#99
Hallo Magne

Der Büchsenvorat mit der Nut ist doch kein Schrott,ich würde sie aber nur bohren und hohnen lassen wenn sie das Originalmaß haben.

Die Büchsen wo eine abgerissen war stammt aus dem Motor 81 A38 Block 1952
Gruß Friedrich