AS 440 A mit Bagger

Begonnen von Lef., 09.07.2009, 23:08:23

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Lef.

#760
Hallo Magne,
ich habe mit dem Schraubstock weitergemacht.

Erst habe ich es mit dem 65er-Schlüssel versucht.
[attachment=1]

Das ging auch ganz gut, nur ist er (weil er so hart) ist immer abgerutscht.

Dann habe ich etwas Weicheres genommen.
[attachment=2]

Damit hat es besser geklappt.
[attachment=3]

Jetzt habe ich nur das Problem, daß das Zapfenkreuz am Mitnehmerring anliegt,
der Überstand der Nadellagerbuchse aber noch nicht genug übersteht, um es greifen
zu können.

Wenn ich jetzt versuche, die Buchse am Zapfenkreuz ab zu hebeln, zerstöre ich wohl die
Abdeckung und den Dichtring (Nr.8 + 9).
Hat jemand eine andere Idee?

Erstmal werde ich die Buchen ein paar mal hin und her drücken, dann geht das Ganze
vielleicht leichter.

Gruß
Jörg


Lef.

Ich glaube eine Lösung gefunden zu haben.
Ich schlage mit einem kleinen Hammer gegen das Zapfenkreuz.
Dadurch entsteht ein Spalt zwischen dem Zapfenkreuz und der Hülse.

Wenn ich diese dann mit Blechen schliesse, kann ich die Buchse weiter durchdrücken.

[attachment=1]

Mal sehen, ob es funktioniert.

Gruß
Jörg

MAN-fantast

#762
Jörg, das letzte werde ich abraten, dann wirst Du wahrscheinlich die Schutzkappe zerstören / flach machen.  Nachher Du ein maximaler Spalt bekommen hast, probiere erst beherrscht mit einem Dorn, am liebsten etwas von Stahl der abgewinkelt ist, direkt an der Nadellagerbuchse zu schlagen ... - ich habe mich für diesen Zweck ein "Spezialwerkzeug" aus einem Montiereisen für Reifen zugeschliffen :-)

Gruss Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

Ja Magne, die Schutzkappe würde es nicht überleben.
Durch das Ausdrücken durch den Schraubstock ist sie bereits leicht verformt.

Ich habe jetzt eine Lücke von ca.7mm. Morgen werde ich versuchen die Hülse
heraus zu hebeln, ich habe für das Ausschlagen keinen guten Winkel
zum Ansetzen.
Das Material ist sehr bruchempfindlich, ich habe am äusseren Rand der
Buchse schon ein kleines Stück abgebrochen.

Gruß
Jörg

Lef.

Moin, die Hülsen sind eine harte Nuss.

Ohne Schraubstock rührt sich nichts.
Ich habe mir bisher 2 3-mm-Unterlegscheiben so zurecht gemacht, daß
ich sie zwischen Hülse und Dichung einsetzen kann.

[attachment=1]

[attachment=2]

Beim Einspannen bin ich noch nicht auf die beste Lösung gekommen.
Zuletzt habe ich schichtverleimtes Holz mit runder Aussparung genommen.
Das verrutscht nicht so leicht.

[attachment=3]

Nachdem ich 2 der Zwischenscheiben verwendet habe, kann ich die Buchse zwar greifen,
sie sitzt aber so fest, daß sich nichts bewegt.

[attachment=4]

ALso werde ich weitere Scheiben fertig machen, und diese so lange zwischenlegen,
bis die Buchse sich bewegen läßt.

Gruß
Jörg

Lef.

Es ist vollbracht.

[attachment=1]

Die Nadel im Lager, auf das ich gedückt habe, waren so zerbröselt, daß ich das
Zapfenkreuz herausdrehen konnte, bevor die Buchse komplett durch gedrückt war.
Danach ging es schnell.

Die Einlaufspuren sind recht schräg. Ich vermute, daß die Nadeln schon lange Zeit
nicht mehr komplett ok. waren.

Was meint ihr, muß ich die Bolzen abdrehen lassen, damit die neuen Nadeln nicht gleich wieder
zermahlen werden?


Gruß
Jörg

MAN-fantast

Hallo Jörg,

schräge Einlaufspuren sind ein bisschen seltsam, es kann auf eine fehlender Nadel deuten (?)  Das Zapfenkreuz beim Gelenkbolzen hat auch Einlaufspuren, wenn ich mich nicht irre - nüchtern gesagt ist wohl hier nicht soviel zu retten.  Neue Nadeln nach Rundschleifen der Bolzen und Buchsen wollten hier nicht viel helfen ...  Eine Buchsenreparatur mittels passenden Rotgussbuchsen anzufertigen wäre eine Möglichkeit, aber das passt am besten bei der Ausführung "Fa. Klein".  An Deiner Stelle würde ich mich eine bessere komplette Antriebswelle finden.

Ich habe angedeutet dass Deine Welle einmal überholt/geöffnet geworden ist - die Sicherungsringe (13) können solches entlarven.  Habe zwei Bilder eingestellt um den Unterschied zu zeigen.  Vielleicht heute für Dich nicht so interessant ...?

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

#767
Hallo Magne, das klingt ja nicht gut.

Die Seegeringe auf meinen Buchsen waren wie auf dem 2ten Bild montiert.
Die Löcher für die Schmierung sind dadurch aber an der richtigen Stelle.

Weitere Einlaufspuren am Zapfenkreuz kann ich nicht feststellen.

[attachment=1]

Besteht nicht die Möglichkeit den Bolzen ab zu drehen, zusätzlich die Buchse ausdrehen,
und mit einer Hülse versehen, das die 2.5mm-Nadeln wieder passen?

Neue intakte Antriebswellen wären sicher die einfachste Möglichkeit, ich vermute aber auch
die teuerste.

Inzwischen habe ich das andere Zapfenkreuz auch demontiert.
Das ging recht flott, nach ca. 20min war das erledigt, es war nicht so fest wie das erste.
Vom Zustand her bietet sich das gleiche Bild.

Gruß
Jörg


MAN-fantast

Hallo Jörg,

die Nadellagerbuchsen sind gehärtete Stahlbuchsen um den Nadeldruck aufnehmen zu können und sind auch ab Werk geschliffen.  Eine Hülse anzufertigen die so hart ist , können sicher ein Fachmann beurteilen.  Wenn Deinen MAN wahrscheinlich nicht mehr arbeiten soll, wäre eine Möglichkeit eine Hülse drehen und einfach die Nadeln aufgeben ...

Die neue Ausführung der Nadellagerbuchse hat die Nut für die "Nase" des Sicherungsringes gegenüber das Schmierloch.  Die alte Ausf. hat Nut bzw. Schmierloch an derselbe Seite und deshalb ein ganz anderer Typ von Sicherungsring.  Die neue Ausf. ist mehr stabil - sei froh dass diese noch intakt sind ...

Gruss Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

Hallo Magne,
Dein Vorschlag ist interessant.
Ich habe das so verstanden:
-Hülse ausdrehen/schleifen
-Bolzen an Zapfenkreuz abdrehen, und mit einer Messingbuchse versehen. (incl. Fettnuten)
-Das Ganze dann ohne Nadeln zusammen bauen.

Du schreibst, daß ich die stabilere Ausfühung der Buchsen habe, und ich froh sein soll, das sie
intakt sind. Das stimmt ja leider nicht ganz, da auch dort Druckstellen der Nadel sind.

Gruß
Jörg

MAN-fantast

#770
Jörg, ich denke Du mich richtig verstanden hast - zusätzlich müssen auch die Nadellagerbuchsen erneut rund und glatt geschliffen werden.
Beim letzten Satz ist es ein wenig unklar.  Ich meine hier nur die spezielle Sicherungsringe mit der Nase, sie verhindern die Buchsen zu drehen/rotieren viel besser als die alten.  Ich habe scon lange versucht solche Sicherungsringe aufzutreiben, aber keine Bezugsquelle gefunden.

Gruss Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

Mange,
mit "-Hülse ausdrehen/schleifen" meinte ich die Nadellagerbuchse, sorry für die falsche Wortwahl.

Nach den Sicherungsringen werde ich auch mal suchen. Möglicherweise habe ich Glück.

Gruß
Jörg

Lef.

#772
Hallo. ich war heute beim Dreher.

Die in den vorher gehenden Beiträgen genannte Lösung wird umgesetzt.

Die Zapfen werden mit Rotgußbuchsen versehen.
Im Laufe der Woche kann ich die Teile abholen.
Die Antriebswellen können dran bleiben, die rotieren beim Drehen mit.

Kostenvoranschlag: deutlich unter 100Euro.

Wenn das funktioniert (und warum sollte es nicht) komme ich aus der Misere glimpflich raus.

Gruß
Jörg

man leo

Hallo Jörg,
das mit den Rotbuchsen hatte Eifel MAN auch gemacht wenn Du Fragen hast hilft der Dir auch bestimmt gerne.Mit ihm kannst Du auch einmal kurzfristig telefonieren,wenn Magne nicht gerade zur Verfügung steht ?
Gruß
MAN Leo

Danny

Bei den Leistungen die unsere Traktoren noch bringen müssen ist die Lösung mit den Rotgußbuchsen die beste.Würde aber zur Schmierung zu Fliesfett tendieren weil es besser an die Buchsen gelangt.Die Schmierintervalle auf 20 Stunden und schon kann nix mehr passieren.

Lef.

Hallo,
Eifel MAN habe ich eine PM geschickt.

Danny, der Hinweis ist gut.
Ich denke die Fließfähigkeit ist wichtig, da die Nadellager unter den Deckeln durch
die Rotgußbuchsen mit Fett versorgt werden müssen.

Gruß
Jörg

MAN-fantast

Hallo Jörg,

wie ich verstehe wirst Du die alte Nadellagerbuchsen mit neuen eingepressten Rotgusshülsen versehen (?)  Die "Eifel MAN" Lösung ist ein Umbau auf kompletten Rotgussbuchsen und sie passen am besten für Fa. Klein Gelenken.  Sie haben einen standard Sicherungsring verbaut und sind nicht von der Richtung Schmierloch des Mitnehmerringes bzw. Loch der Buchse abhängig.  Rotguss ist deutlich weicher als Stahl - die Öffnungen der Bohrungen der Nadellagerbuchsen bei GWB ist hier sehr ungünstig, meiner Meinung nach.

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

#777
Magne,
mein Ansatz sieht so aus, daß die Buchse auf dem Zapfen aufgebracht wird.
Somit ist die Gleitfläche aussen, und hat eine größere Oberfläche, was den Druck reduziert.
Die Fettnut muß dann einmal umlaufend (auf Höhe der Bohrung) auf der Buchse sein.
Zusätzlich muß dann eine (oder mehr?) Nut zu den Enden laufen, ansonsten ist die Schmierung der Nadellagern unter den Deckeln nicht sicher gestellt.

Spricht etwas gegen diese Lösung?

Gruß
Jörg

MAN-fantast

Jörg, die Erwägung Gleitfläche aussen bzw. dann grössere Oberfläche finde ich sehr vernünftig, viel besser als meine obige Aussage mit Hülse in der Buchse eingepresst.  Die Hauptsache bei GWB ist dass die alte Stahlbuchsen wieder  benutzt werden.  Sie neigen unter harter Belastung zu rotieren, deshalb die Sicherungsringe mit der Nase und die solide Presspassung.  Bei Fa. Klein ist das Zerlegen fast problemlos wegen einfacher Konstruktion.

Gruss
Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

Magne,
die alten Buchsen werden verwendet.
Die Sicherungsringe mit Nase sind komplett und intakt vorhanden,
so sollte es funktionieren.

Ich werde alles mit Bildern hier dokumentieren.

Gruß
Jörg