Autor: MAN-Rhöni Thema: Instandsetzung und Restauration 4R3  (Gelesen 34065 mal)

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Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #40 am: 31.07.2021, 15:20:57 »
Hallo Martin,
danke für deine ausführliche Beschreibung. Soweit ich das bei mir sehe, ist kein Mähantrieb verbaut, da der Deckel glatt auf dem Getriebe aufliegt. Auch eine Ablass-bzw. Kontrollschraube konnte ich nicht finden. Ich bin ganz froh darüber, da ich beim Kleinen einige Mühe hatte, den Antrieb wieder abzudichten. Das Zahnrad unter dem Deckel habe ich gesehen, da hat es das Öl wahrscheinlich rausgedrückt. Um den Deckel herum kam kein Öl heraus und er war auch nicht abgedichtet, wie du schon richtig vermutet hast. Er hat aber eine glatte Dichtfläche, die etwas größer ist. Deshalb war es auch noch relativ trocken. Das Getriebe ist eine andere Baustelle, da wird dann der WEDI mit gewechselt. Als nächstes sind erstmal die Blecharbeiten an der Reihe, da gibt es auch noch viel zu tun.
Ein schönes Wochenende wünscht dir    Thomas
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Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #41 am: 08.08.2021, 19:48:12 »
Hallo MAN-Freunde!
Möchte mich auch wieder mal melden, nachdem es einige andere Sachen zu tun gab. Habe in den letzten 2 Wochen die nicht mehr benötigten Anbauteile vom 4R3 fast alle an den Mann bringen können. Als letztes gehen die Vorderräder Anfang der Woche weg.
Nun steht er schon etwas gerupft da.Habe mich nach Rücksprache mit einigen Experten nun dazu entschlossen, die hinteren Kotflügel neu zu bestellen, da eine Überholung zu zeit-und kostenintensiv ist. Hier wurde viel geflickt und improvisiert. Habe schon einiges über die Firma Dampol gelesen, die auch Nachfertigungen zu guten Konditionen anbietet. Nun meine Frage, ob die Firma in Lommatsch anhand der Originalteile auch wieder die Halterungen und Verstrebungen an den neuen Kotflügeln anbringt. Hat hier schon mal jemand Erfahrungen damit gemacht, was Qualität, Kosten und Passgenauigkeit angeht? Werde nächste Woche mal anfragen.
Anbei wieder einige Bilder  :D

Gruß  Thomas
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Offline hobbyman

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #42 am: 08.08.2021, 23:00:29 »
Abend Thomas,

Wenn du richtig neue möchtest die auch Paßgenau sind und die die richtige Wölbung und Starke haben, wende dich Mal an "Randerath Karrosseriebau."
Findest du im Netz, viel Erfolg.

Beste Grüße, Michael.

Offline SUN

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #43 am: 09.08.2021, 07:13:42 »
Moin Thomas,

ich kann mich Michael da nur anschließen. Sorry ,aber Dampol baut nur billigen Mist. Nix im vergleich zu Hans-Josef Randerath in Heinsberg. Habe selbst einige Teile bei ihm gekauft und einiges richten lassen wo die Substanz noch erhaltenswürdig war. Er fertigt die Kotflügel aber auch original nach.

Gruß
Stefan


Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #44 am: 09.08.2021, 21:45:49 »
Hallo Michael und Stefan,
danke für eure Infos. Werde mich erst mal gründlich informieren und dann eine Entscheidung treffen. Es soll ja anschließend auch nach was aussehen. Natürlich muss man auch die Kosten im Auge behalten. Ich denke, dass ich um eine Neuanfertigung nicht drumrum komme.

Gruß  Thomas
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Offline elmi

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #45 am: 22.08.2021, 19:53:17 »
Hallo Roland,
komme nochmals auf das Thema Ölwechsel beim Getriebe A216 zurück.
Im Anhang einige Fotos bzgl. der Problematik des verbleibenden Öles im Zwischengehäuse, welches beim Ölwechsel
nicht abläuft.
Hier sammelt sich allerhand Schlamm und Lackpartikel, ein richtiges Dreckloch.

Grüße
Elmar

Offline manboliden

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #46 am: 23.08.2021, 10:11:47 »
Hallo Elmar,
dieses Problem habe ich auch gerade bei meinem 2L1.
Hast du evtl. eine Lösung?
Ich habe immer wieder ettliche Liter Diesel nachgeschüttet und mit einem Stock die Reste aufgewirbelt und so mit ausgespült.
Nun will ich normal Getriebeöl auffüllen einige Kilometer/Stunden fahren und dann nocheinmal wechseln.
Ob das ausreicht werde ich dann sehen.
gruß udo
dies schreibt Udo von den MAN-Boliden  und grüßt alle im Forum

Offline Hühnerbaron

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #47 am: 24.08.2021, 12:04:50 »
Also mit Absaugen hat es ganz gut geklappt. Man muss das ja nicht mit einem teuren Druckluft-Ölabsauger machen.Im Baumarkt sind ja immer wieder diese Dieselklaupumpen für wenige Euro im Angebot. Damit sollte das ja auch klappen.


LG
Hühnerbaron

Offline manboliden

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #48 am: 24.08.2021, 18:33:34 »

            Top

                         eine gute Idee
dies schreibt Udo von den MAN-Boliden  und grüßt alle im Forum

Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #49 am: 29.08.2021, 19:38:38 »
Hallo MAN-Freunde,
habe mich nun nach reiflicher Überlegung für die preiswerte Variante der Kotflügel entschieden, da die Qualität und die Kosten gegenüber einer Reparatur im Rahmen bleiben. Nach einer guten Woche kam die Lieferung am Freitag an.  ;D  Bis auf einen kleinen Transportschaden machen  die Kotflügel einen guten Eindruck. Habe sie zwar noch nicht ganz ausgepackt, aber Form, Größe und Rundungen stimmen schon mal überein. Nun müssen die alten Stahlgusshalterungen umgeschweißt und an die Kotflügel angepasst werden, da es sie neu nicht mehr gibt. Habe einen Schweißer gefunden , der es in Angriff nimmt.
Nicht dass ihr euch wundert, der Pavillon steht nur zum Trocknen unter, passt aber von Farbe und Größe gut zum Schlepper  ;)
Kann MAN später mal zum Schleppertreffen mitnehmen  8) Anbei noch ein paar Fotos.

Gruß aus der regnerischen Rhön   Thomas
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Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #50 am: 12.09.2021, 20:20:04 »
Hallo MAN-Freunde,
konnte nach ein paar anstrengenden Wochen endlich mal wieder was am 4R3 machen. Nachdem wir die Kotflügel abgebaut haben, müssen nun die Gussteile aus den Blechen herausgeschnitten werden. Dann können die neuen wieder angepasst und mit den  Trapezblechen verschweißt werden. Haube mit Vorderteil und Abdeckblech sowie der Tank wurden auch abgebaut. Dabei kam eine Beule am Tank zum Vorschein, wo der Schlepper gegengefahren ist.:o  Dadurch hat sich das Vorderteil mit Halterung nach hinten verschoben. Das muss erst wieder gerichtet werden. Am Tank selbst mache ich nichts, da er schon mal gelötet wurde. Zum Glück hat die Zierleiste nichts abbekommen und kann wieder verwendet werden. Ansonsten habe ich keine größeren Schäden entdecken können. Hoffentlich bleibt es so. :D  Blechmäßig kann alles wieder gerichtet werden, sagt mein Klempnernachbar.

Gruß  Thomas
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Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #51 am: 26.09.2021, 17:13:18 »
Hallo MAN-Mitstreiter!
Konnten in der letzten Woche wieder ein paar Arbeiten am Großen erledigen, auch wenn es langsam vorangeht. Die Stahlgusshalterungen wurden aus den alten Kotflügeln herausgetrennt und sandgestrahlt. Da die Verlängerungen nur sehr schwer herauszubekommen waren, haben wir sie mit abgetrennt. So können die Kotflügel noch als Ersatzteilspender dienen. Wenn alle Maße übertragen sind kann ich sie bei Interesse abgeben. Mein Schlosserkumpel hat neue Verstrebungen angefertigt und an die Halterungen angeheftet. Beim Anpassen der neuen Kotflügel werden sie dann entsprechend ausgerichtet und mit den neuen Blechen abgedeckt und verschweißt. Dann ist nichts mehr von der Reparatur zu sehen. Nun werden die neuen Kotflügel erst mal am Traktor provisorisch befestigt und ausgerichtet. Dann kann alles wieder angeschweißt werden. Auch das Auftrittblech wurde erneuert, das alte war total verbogen und eingerissen. Nun haben wir erst mal wieder für die nächste Zeit Arbeit.  :D

Gruß  Thomas
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Offline Manabrauni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #52 am: 04.10.2021, 15:30:25 »
Hallo, MAN-Freunde!
Nachdem ich die Restaurierung des 4L1 mit eurer Hilfe erfolgreich abgeschlossen habe, möchte ich nun mit meinem Neuerwerb beginnen. Ich hoffe natürlich auch wieder auf eure Mithilfe und Unterstützung. Einige warten ja schon auf den"Großen". Es ist schon ein anderes Kaliber, wie die Vergleichsbilder erkennen lassen. Bis zum Herbst wird er unter meiner neuen Überdachung verbringen, bevor er in die Werkstatt einzieht. Ich hoffe bis dahin erst mal die gröbsten und schmutzigsten Arbeiten soweit abgeschlossen zu haben. Auch die Karosseriearbeiten sollen zunächst am "lebenden Objekt" ausgeführt werden, damit vor dem Abbauen die Konturen und Spalte wieder einigermaßen passen. Hier sieht MAN schon die ersten Mängel an Haube und Schutzblechen, aber im Großen und Ganzen sieht er noch recht ordentlich aus. Dabei wird mich mein Klempnernachbar tatkräftig unterstützen. Nach dem Reinigen gehts dann an das Zerlegen  der Karosserieteile. Einige Sachen werden nicht mehr benötigt. Wer Interesse daran hat, kann mich gerne per PN kontaktieren.
Das wären :  ein Paar Hinterräder komplett 13.6 R 36,  ein paar Vorderräder komplett 8.3 -20, das Wetterschutzdach von Fritzmeier, der Eicher Gesundheitssitz, zwei Kotflügelsitze, Hubstreben vom Hubwerk, seitlicher Auspuff mit Schalldämpfer.
 Die Teile sind noch in einem guten Zustand, bis auf den Auspuff und ein Teil der Hubstreben. Ich werde die Sachen auch nochmal zum Verkauf im Forum bzw in Kleinanzeigen einstellen.
So, dass solls für den Anfang erst mal gewesen sein, ein paar Bilder seht ihr im Anhang.

Gruß  Thomas
                               

cool danke für deinen Bericht und die tollen Fotos. Bin weiterhin gespannt.

Offline MAN-Rhöni

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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #53 am: 06.10.2021, 18:58:34 »
Hallo MAN-Freunde!
Gern geschehen Manabrauni! Diese Woche gehts mit den Kotflügeln weiter, da mein Schweißer ein paar Tage Urlaub hat. Am Montag nachmittag wurde alles vorbereitet und angehalten. Gestern wurden die Verlängerungen mit dem Gussteil verbunden und ausgerichtet. Nachdem alles gepasst hat, wurden die Teile erstmal geheftet.  In die Trapezabdeckungen kamen Löcher für die Punktverschweißung. Wir haben uns entgegen den Originalverschweißungen dafür entschieden, da es sauberer aussieht. Nach der Probemontage und Verschraubung an einigen Punkten wurden drei Verlängerungen am Schutzblech angeschweißt und die Streben aufgesetzt und in den Löchern verschweißt. Nochmal alles ausgerichtet und gemessen, dann war erst mal Feierabend und Zeit für ein Bierchen. :D Ich kann über die Nachbauschutzbleche von Dampol nichts negatives sagen, sie haben ohne größere Nacharbeiten prima gepasst.
Gleich gehts weiter, Gruß  Thomas
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #54 am: 06.10.2021, 19:14:10 »
Heute wurde dann alles sauber verschweißt und die Kotflügel wieder probemontiert. Anschließend nach den Originalen die Haltegriffe für vorne und den Beifahrersitz am linken Kotflügel angebracht und verschweißt. Auch das neue Auftrittblech  entsprechend ausgerichtet und festgeschweißt. Nach einem Probeaufstieg für stabil befunden  ;)
Ich denke, die Arbeit kann sich sehen lassen. Großes Lob an meinen Schweißer (war mal ein ehemaliger Schüler von mir)  8)  Macht euch selbst einen Eindruck von den Nachbaukotflügeln, soweit das auf den Fotos möglich ist. Nun müssen noch alle Anbauteile, wie Sitzstange, Überollbügel , Kabelrohre und die Löcher für die Beleuchtung eingemessen und gebohrt werden.

Gruß  Thomas
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #55 am: 06.10.2021, 20:40:22 »
Hallo Thomas,
saubere Arbeit habt ihr da gemacht. Und durch die Punktschweißung ist auch kein Verzug am Blech erkennbar. Nun siehst du erstmal, wie deine alten Kotflügel verbeult und hingeärmelt waren. Ist für mich immer wieder ein Rätsel, wie gedankenlos man früher mit einem Trecker gearbeitet hat. Da kam es auf das Aussehen wirklich nicht an. Ich habe mittlerweile 5 Trecker in meiner Werkstatt gehabt und alle hatten eine dermaßen demolierte Haube und Maske, so dass ich viel Arbeit hatte, diese wieder ansehnlich zu machen. Ganz zu schweigen von den Kotflügeln. Sicherlich waren nicht alle Treckerfahrer so unvorsichtig. Und wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Denke mal, dass bei fast allen der Trecker ein Arbeitsgerät war und man nicht darüber nachdachte, das einmal 50 Jahre später ein nicht immer bezahlbarer Oldtimer daraus geworden ist.
Dir und deinen Helfern weiterhin gutes Gelingen und immer ein Kasten Bier in der Nähe.
Gruß Armin
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #56 am: 06.10.2021, 21:30:15 »
Hallo Armin,
ich denke auch dass die Entscheidung für neue Kotflügel richtig war. Durch meine Helfer wurde die Punktschweißung sauber umgesetzt und somit hat sich wirklich nichts verzogen oder ausgebeult. Die alten wieder herzurichten hätte an Zeit und Kosten bestimmt über die Hälfte der Kosten für die neuen ausgemacht. Und mein Schweißer hat sein Handwerk gut verstanden.
Die Haube und Maske wird sicherlich auch noch mal ein schönes Stück Arbeit, aber ich bin guter Hoffnung. Ja, früher waren die Schlepper zum Arbeiten da, da wurde kaum auf das Blechkleid geachtet, so ändern sich die Zeiten. Da hast du sicherlich auch schon unzählige Stunden investiert, wo es keine Nachbauteile gab.
Danke für deine Gelingenswünsche, an dem Bier soll es nicht liegen. Solange wie möglich wollen wir im Freien arbeiten, hat sich beim Schweißen und Schleifen schon ausgezahlt, ein Bierchen trinken wir dann im Warmen.

Gruß  Thomas
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #57 am: 17.10.2021, 18:31:09 »
Hallo MAN-ler,
ich hatte kürzlich Besuch von einem MAN-Freund. Bei der Inspektion vom 4R3 fiel ihm eine Hydraulikleitung auf, die unter den Motor ging. Hatte sie zwar auch schon gesehen, aber mir weiter nichts gedacht dabei. Bei genauerem Hinschauen sahen wir, dass ein Ölkreislauf von der doppelten Hydraulikpumpe seitlich zum Motorgehäuse und die zweite Leitung nach unten zur Ölwanne führt. Es wurde also durch die außenliegende Hydraulikpumpe Motoröl in den Motorkreislauf gepumpt und dadurch der Druck erhöht. Nun stellt sich die Frage warum das gemacht wurde. War die originale Ölpumpe defekt oder sollte nur der Öldruck erhöht werden? Der Motor lief soweit ganz gut, auch der Öldruck war i.O. Ist es nun ein schlechtes oder ein gutes Zeichen, was meinen die Experten dazu? Das Geheimnis werden wir erst beim Öffnen des Motors lüften können. Hoffen wir dass am Motor keine größeren Schäden zu Tage kommen. Zum besseren Verständnis hänge ich euch ein paar Bilder an.
Den Überrollbügel haben wir erst mal provisorisch angepasst und schon mal ein neues Vorderrad angeschraubt. Ich denke, die Proportionen sehen schon ganz ordentlich aus.  :)

Gruß  Thomas
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #58 am: 17.10.2021, 20:36:51 »
Hallo Thomas,
die Lösung mit einer außen liegenden Pumpe, den Ölkreislauf aufrecht zu erhalten, ist so simpel, wie genial. Allerdings wird bei deinem Motor das Öl am Filter vorbei geführt, was überhaupt nicht gut ist. Somit wird all der Abrieb und Schmodder immer wieder durch die Lager gedrückt. Auch die Überdruckventile werden hier umgangen. Welchen Schaden das verursacht hat, ist erst bei einer Motorrevision erkennbar. Aber vielleicht waren die Lager auch schon vorher im Eimer und man hatte deshalb zu dieser Lösung gegriffen, um wieder Öldruck zu erzeugen. Denke mal, das diese Hydraulik-Pumpe auch etwas mehr fördert, als die Öl-Pumpe im Motor. Aber egal wie es im Inneren vom Motor aussieht, wenn es wieder ordentlich werden soll, dann ist eine Überholung fällig. Vielleicht sieht es ja am Ende besser aus, als gedacht.
Gruß Armin
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Re: Instandsetzung und Restauration 4R3
« Antwort #59 am: 17.10.2021, 20:54:54 »
Abend Thomas,
Es gab hier im Forum vor einige Jahre, wann genau kann ich mich nicht erinnern, einen
Beitrag über die Ölvorsehung in die 4r3 Motoren.
Wenn damals ziemlich schräg gefahren wurde, war etwas mit das Ansaugrohr der Ölpumpe.
Ich glaube Magne hat da auch etwas über geschrieben.
Wenn da Mitglieder sind die mehr davon wissen, werden die sich bestimmt melden.
Warum man bei dir diese Lösung eingebaut hat weiss ich auch nicht.
Wünsche euch weiterhin viel Erfolg.
Beste Grüße, Michael.