AS 440 A mit Bagger

Begonnen von Lef., 09.07.2009, 23:08:23

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Andy 4S2

Hallo Jörg,

das ist ein 96,41mm Kolben mit 0,09mm spiel bei einer 96,50mm Buchse. Ist also das erste Übermaß.
Die anderen Kolben ziehst du bestimmt auch, die ganze Ölkohle muss ja entfernt werden.
Gruß Andy

Lef.

Danke Andy,
bei 23.500Bstd. ist das durchaus denkbar, daß er 2-Mal gemacht wurde.

Gruß
Jörg

Lef.

Hallo Andy,
ich habe gerade in der MAN-Schleppertechnik nach gesehen.
Dort ist der 96,5mm-Kolben die erste Übermaßstufe.

Gruß
Jörg

Andy 4S2

Hatte mich schon verbessert gehabt
Gruß Andy

MF 273 A

Mit M.A.N-Gruß     M.A.N ...mehrErnten                                     Man fährt gut mit M.A.N
M.A.N-Schlepper...weil sie gut sind!

Willie 75

Hallo Jörg,

wie du feststellen konntest sitzt die Buchse bombenfest ;). Ich habe bei meinem Buchsenziehen das gleiche erlebt. Obwohl die bei meinem nur oben und unten in den Passungen sitzen. Durch einen beherzten Schlag mit dem 1000g Hammer auf das obere Ende der unter Spannung stehenden Gewindestange (M16) löste sich dann die Buchse und ich konnte dann mit der Mutter weiter drehen. Bei z.B. einer Motorradgabel nennt man das Losbrechmoment. Das ist die Kraft die nötig ist um die Reibung im Ruhezustand zu überwinden. Die ist viel höher als während der Bewegung selbst.
Mit der Bremsscheibe ist die Auflage auf dem Block groß genug um da keine Schäden zu verursachen. Ein untergelegtes, dünnes, Messingblech bewahrt aber vor Macken auf der Fläche. Ein zu dickes oder zu weiches Material schwächt die Schlagwirkung. Der Hammer zieht dann nicht.

Gruß
Willie

Lef.

Prima, dann wäre das geklärt.

Da die Aluscheibe kläglich versagt hatte, muß etwas stabileres her.

Von einem MAN-Freund habe ich ein schönes Stück Planke erhalten... Vielen Dank dafür!!

[attach=1]

Die 22mm Platte sollte stabil genug sein.

Zuerst vorbohren.

[attach=2]

Dann auf 20mm aufbohren.

[attach=3]

Fertig entgratet.

[attach=4]

Bevor ich auf die Drehbank gehe, muß das Gröbste mit der Flex abgeschnitten werden.
Das tu ich den Nachbarn heute nicht mehr an.

Um das Abziehen zu erleichtern, habe ich mir gedacht, daß ich eine Vorspannung
über den Buchsenzieher aufbaue um dann die Buchse von innen mit Kältespray etwas
zu kühlen.
Das kommt aber erst in den nächsten Tagen.

Gruß
Jörg

PS: Hallo Willie,
deinen Vorschlag werde ich im Hinterstübchen behalten.
Es ist klar, wenn sich das Material über die Zeit gesetzt hat, hilft ein Stoß.
Das wollte ich aber als letztes Mittel als Ass im Ärmel zurück halten.

Willie 75

Hallo Jörg,

wie bekommst du das Kältsespay an die Buchse wenn die Vorrichtung auf Spannung montiert ist? Zum Lösen der Buchse würde es auch reichen an der Stahlplatte einen rechteckigen Streifen abzuschneiden dann brauchst du nicht zu flexen und zu drehen. Wenn sie erst mal von ihrem jetzigen Sitz gelöst ist kannst du wieder das Aluteil verwenden, wenn das noch zu gebrauchen ist.
Ich drück dir die Daumen das es mit den hauseigenen Mitteln funktioniert.

Gruß Willie

Lef.

Hallo Willie,
in der Bremsscheibe sind die 4 Gewindebohrungen für die Radmuttern, die gehen durch.

[attach=1]

Ich scheue mich davor, einen einfachen Streifen zu verwenden.
Die Buchse steht um ca. 10mm unten über und ist nicht sehr dick.
Wenn es mir nicht gelingt, die Zugkraft wirklich mittig auf die Buchse zu bringen, befürchte ich Bruch.
Bisher habe ich nur die Ritscherbuchse gezogen, die war aber ein anderer Kaliber hinsichtlich der Materialdicke.

Sei mir nicht böse, ich geh lieber auf Nummer sicher.

Gruß
Jörg


Lef.

Moin,
es geht weiter.
Erst die Platte grob vorschneiden

[attach=1]

Ecken abrunden

[attach=2]

und abdrehen.

[attach=3]

Das ist zwar alles recht zeitraubend, aber bis zum WE habe ich die Scheibe fertig.
Vorher komme ich wohl kaum dazu die Buchse zu ziehen.

Gruß
Jörg

M.A.N-Hausen

Hallo Jörg
Meine Antwort kommt etwas später die Ventile sollten laut MAN beim 9614 M nicht weiter als 1mm zurückstehen
Neu sind es 0,3-0,4
Trockene Büchsen sind immer schwerer zu ziehen als nasse aber mit dem richtigen Werkzeug und Geduld geht es schon !
Vielleicht musst du noch eine Feingewindestage verwenden ,war bei mir so  8)
Viel Erfolg !!
Gruß Hans-Jürgen

Lef.

Hallo Hans-Jürgen,
die Maße für den Ventilrückstand hatte ich auch schon gefunden (hätte ich schreiben sollen, sorry).

Siehst du das als kritisch an?
Ich vermute, daß das Maß hauptsächlich durch das Nachfräsen der Ventilsitze entstanden ist.
Wenn es duch den Verschleiß der Ventile entstanden wäre, müßten die Ventilränder scharf sein.
Das sind sie aber nicht und Ventile und Sitze sehen sehr gut aus.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Rückstand außer einer minimalen Brennraumvergrößerung und der damit verbundenen schlechteren Verdichtung viel ausmacht.

Den Dichtigkeitstest mit Diesel werde ich noch durchführen.
Wenn die Buchse wieder da sitzt wo sie soll, kommte der Kopf wieder drauf.
Der Motor bekommt noch neue Düsen spendiert und gut ist´s (hoffentlich).

Das Ganze soll keine Motorrevision sein. Dafür würde ich den Motor weggeben. Das kostet.......
Da der Motor aber gut lief und er in Zukunft nur max. 50 Std/a zu z. B. Treckertreffen laufen wird,
sehe ich keinen Grund, so viel Geld zu investieren.

Die Verwendung einer Feingewindestange hatte ich ursprünglich vor.
Mein Kumpel Dennis hatte aber noch den Rest der Gewindestange liegen, die ich ihm
vor ca. 5 Jahren überlassen hatte.

Gruß
Jörg

Willie 75

Hallo Jörg,

kein Thema. Wenn man eine so gut ausgerüstete Werkstatt hat macht das Bauen von Werkzeugen ja auch Spaß. Das gehört dann zum Hobby dazu. Leider habe ich die nicht und muss mir deshalb schon mal mit gröberem Gerät helfen.
Die Feingewindestange würde natürlich erheblich mehr Zugkraft entwickeln. Vorausgesetzt der Rest der Zugvorrichtung hält das aus.

Gruß
Willie

Lef.

Hallo Willie,
genau so ist es.
Mir macht es nichts aus, daß die Werkzeugherstellung Zeit kostet.

Ich bin froh, daß ich diese einfache Drehbank habe.
Mit Werkzeug habe ich 600€ bezahlt. Die sind inzwischen locker wieder drin.

Gruß
Jörg

Lef.

Es ist geschafft.
Das Teil sitzt schmatzend.

[attach=1]

[attach=2]

Jetzt müssen nur noch 2 Segmente abgeschnitten werden, damit ich sie von unten unter das Loch bekomme.
Um das Optimum zu erziehlen, werde ich ein 20mm Holzstück zurechtsägen.
Wenn das gerade eben paßt, werde ich die Maße auf das Stahlteil übertragen.

Für heute ist aber genug gebastelt  :)

Gruß
Jörg

Lef.

Moin,
jetzt gehts weiter.

Um zu ermitteln, wie viel ich von der Scheibe abnehmen muß, habe ich mir eine gleichgroße
Holzscheibe ausgeschnitten.

[attach=1]

[attach=2]

Nach dem Abschneiden zweier Seiten paßt das Teil von oben durch die Buchse.

[attach=3]

Nach dem Muster habe ich die Stahlplatte zugeschnitten.

[attach=4]

[attach=5]

Danach die Gewindestange platzieren und von unten die Mutter gegen schrauben.

[attach=6]

Für den Schutz des Blockes, habe ich die alte Kopfdichtung unter gelegt.
Durch die Radschrazbengewinde kann ich kontrollieren, ob die Scheibe zentrisch sitzt
und bei Bedarf Kältespray einspritzen.

[attach=7]

Noch einmal von unten kontrollieren, ob die Scheibe sauber sitzt.

[attach=8]

Damit die Gewindestange sich nicht mitdrehen kann, habe ich eine 13mm-6-Kant auf die
Stange geschweißt.
So kann ich die Stange fixieren.

[attach=9]

Jetzt gehts los....... das wird spannend.

Gruß
Jörg

Lef.

Es ist geschafft  :D :D

Der Anfang war mehr als mühselig.

[attach=1]

Erst als ich eine Ladung Kältespray eingeschossen habe, hat sich die Buchse mit einem
lauten Knall gelöst.
Damit aber nicht genug. Die Buchse kam auch bei den nächsten Steos nur mit lautem Knall.
Jedes Mal knapp einen mm.

Nach einiger Zeit, konnte ich den Rand durch die Löcher der Bremsscheibe sehen.

[attach=2]

Dann kam mein Kumpel Dennis. Der hat die letzten beiden Knaller erledigt.
Er brauchte dafür keinen 2ten Ringschlüssel as Verlängerung.... er ist eben nicht
so ein schmales Hemd wie ich ;)

Jetzt steht der Rand minimal hoch, perfekt um den Ring einzusetzen.

[attach=3]

Die Nut und der Gußrand unten sehen sehr gut aus.

[attach=4]

Es ist schon erstaunlich, wie die Buchse gegen diesen Widerstand nach unten gedrückt wurde.

Gruß
Jörg

hanseat

Sehr sauber.....Glückwunsch...! Dennis hätte die Buchse wahrscheinlich mit den Händen ziehen können...☺😎
Jörg.....sauber ausgetüftelt...Respekt!
Gruß aus Hamburg southside
Carsten
AS718A
2F1
IHC 433
McCormick D326
Gutbrod 2400D
BMW R1100R
Vespa S50
Mercedes E200 T cdi

HH-MOORBURG...Hafenerholungsgebiet...

Lef.

Danke Carsten, mir ist auch ein Stein vom Herzen gefallen.
Als es das erste mal geknallt hat, dachte ich, die Buchse ist gesprungen.
Da habe ich erst einmal alles wieder abgebaut um nachzusehen.

Na, so mit bloßen Händen?? Das schafft Dennis nur bei nassen Buchsen :) :)

Gruß
Jörg

MDM5

Hallo Jörg,

ich verfolge deinen Fortschritt mit großem Interesse, diese Arbeit kommt bei mir auch noch, die Wasserführung hat es ja total zerfressen und jetzt liegen die Reste mit anderem Dreck zwischen den Büchsen.

Eigentlich wollte ich den Motor komplett zum aufarbeiten geben aber bis jetzt hat sich noch keiner gefunden der da mir da so mitspielt.
Aber nachdem ich deine letzten Beiträge gelesen habe, glaube ich das ich auch daran einiges selbst machen kann.

Ich drücke dir noch die Daumen das alles glatt läuft.


schöne Grüße aus Tirol

manni