AS 440 A mit Bagger

Begonnen von Lef., 09.07.2009, 23:08:23

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Lef.

Hallo Manni,
danke für´s Daumendrücken.

Dein AS440A wird sicher noch den "richtigen" Motor haben.
Hat der nicht nasse Buchsen? Die kommen im Normalfall deutlich leichter.
Viel Erfolg!

Gruß
Jörg

MAN-fantast

Glückwunsch Jörg!  Bin von deinem Ideenreichtum immer mehr begeistert, z.B. wie du die mithelfenden Hände deines Sohns ersetzt hast, Klasse! ;)  Ein kleiner Rat; wenn du den Sprengring wieder in seiner Nut hast, drück die Buchse mit dem Werkzeug nach unten so dass sie stramm gegen den Ring anliegt.

Gruss, Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Lef.

Hallo Magne,
danke für´s Lob.

Ja, wenn die "Kleinen" aus dem Haus sind, muß man sich manchmal etwas einfallen lassen.
Zur Not ist Petra ja auch da. Die faßt auch mit an.

In diesem Fall ging alles aber ohne fremde Hilfe.
Wichtig war die Fixierung der Gewindestange durch die 13-er Nuss.

Der Ring muß stramm sitzen. Das ist mir schon klar.
Danke trotzdem für den Hinweis.... lieber einmal mehr drauf hinweisen.

Gruß
Jörg

Lef.

Moin,
ich habe heute etwas früher Feierabend gemacht.
So kann ich mich dem Ring widmen.

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Zuerst habe ich die Nut gereinigt.

[attach=2]

Dann stellt sich die Frage, von oben oder von unten montieren?
Um den Ring von oben durch die Buchse zu montieren, müßte ich den Ring extrem zusammen
drücken. Das traue ich mich nicht. Ich habe nur diesen einen und möchte ihn nicht zerbrechen.

[attach=3]

Von unten bekommt man ihn nicht an der KW vorbei.
Dazu muß man sie drehen und den Ring in Position halten.
Da ich alleine bin, muß ich mir etwas einfallen lassen.

Mit einem Magneten hänge ich ihn unten rein.
Dann konnte ich die KW drehen und den Ring führen.

[attach=4]

[attach=5]

Das hat ganz gut geklappt.

[attach=6]

Der Ring liegt gut unter der Buchse.

Leider sind die ersten Versuche den Ring in die Nut zu drücken kläglich gescheitert.
Von unten komme ich selbst mit meinen zarten Händen nur mit den Fingerspitzen ran.
Von oben kriege ich den Ring nicht zusammen gedrückt.

Hat jemand von euch den Ring schon bei eingebauter KW montiert?
Wenn ja, verrate mir doch bitte, wie.

Gruß
Jörg



Lef.

#2024
..... und es geht doch....

Ein MAN-Kollege aus der Nordheide hatte eine geniale Idee.

Dazu habe ich (mal wieder) die Drehbank bemüht.

Ich habe einen Teller gedreht mit 2,5mm-Vertiefung und einem Ranh von ca. 1,5mm.
Der Innendurchmesser des Randes beträgt 102,5mm.

[attach=1]

Auf diesen Teller habe ich den Ring geklemmt und mit Kleber fixiert.

[attach=5]
Mittels Gewindestange haben wir den Teller unter der Buchse zentriert leicht eingeklemmt.

[attach=2]

Mit einer Alustange konnte ich den Ring von unten vorsichtig in die Nut treiben.

[attach=3]

[attach=4]

Der Ring sitzt sauber in der Nut.
Ich werde ihn noch ein wenig nach aussen klopfen, um sicher zu sein,
daß er bis in den Nutgrund gerutscht ist.


Gruß
Jörg

Lef.

Hi,
das hätte ich fast vergessen: Der Dichtigkeitstest der Ventile.
Nachdem ich über die Sprengringproblematik kopflos grübelnd durch die Gegend lief, fiel mir ein, daß
da ja noch etwas offen war.

Ich habe Diesel nach und nach in die Ein- bzw. Auslaßkanäle gekippt.

Beim schlechtesten Ventil bildete sich nach ca. 1 Minute ein Tropfen.

[attach=1]


[attach=2]

Zwei Auslaßventile haben nach 5 Minuten "geschwitzt". Der Rest hat nichts durch gelassen.

Gruß
Jörg

Luci

Hallo Jörg, Gratulation zu deiner gelungenen OP!  ;D
Dein Ideenreichtum ist echt unerschöpflich!
Drück dir für den rest der Reparatur weiterhin die Daumen!
Gruß Alex
Alex fährt MAN 2P1
               MAN 4R2
               Güldner ADN 8H
               Güldner 517G

Lef.

Moin Alex, vielen Dank.
Die erfolgreiche Idee für die Ringmontage kam nicht von mir.
Hätte sie aber sein können ;)

Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, daß ich dadurch nicht die Buchse komplett
ziehen zu müssen.

Der Rest sollte zumindest hinsichtlich der Montage keine Probleme machen.

Gruß
Jörg.


BulliBaer

Hallo Jörg,

ich drücke Dir die Daumen, dass alles zu Deiner Zufriedenheit verläuft, die trockenen Buchsen können da schon zu einem Problem werden. Aber ich denke, Du hast alles im Griff, Du bist ja der geborene Tüftler ..  ;)

Gruß .. Rudi ..
wenn Du auf die Schnauze fällst, so ist das nur ein Grund aufzustehen.

alte Gefährten in meinem Besitz:
MAN 2L4 - Bj. 1961
Dethleffs Beduin WoWa - Bj. 1961
Solo Motorhacke Typ 505 / 12
Ford Kuga Platinum Allrad 150 PS Bj. 2016
Quad TGB Blade 550 EFI LOF

Lef.

Moin Rudi,
danke für´s Daumendrücken.

Heute habe ich den Ring auf Sitz geprüft und die Buchse wieder auf Anschlag
in den Block geschlagen.

Mit der Zugscheibe und einem Schohnhammer und einer ordentlichen Portion Kältespray
habe ich sie eingetrieben.

[attach=1]

Mit einem 0,03mm-Metallstreifen habe ich den Abstand zwischen Ring, Guß und Buchse
geprüft.

[attach=2]

Der Streifen läßt sich nirgends einschieben.

Trotzdem habe ich einen Buchsenüberstand von 0,1mm (soll = 0,0mm).

[attach=3]

Das verstehe ich nicht? Wo kommt auf einmal die zusätzliche Länge her?

Gruß
Jörg


MF 273 A

Ist dein Ring zu dick Jörg?
Mit M.A.N-Gruß     M.A.N ...mehrErnten                                     Man fährt gut mit M.A.N
M.A.N-Schlepper...weil sie gut sind!

Bastian

Warscheinlich hätte die Buchse vorher auch dieser überstand , und das erklärt sich dann auch warum die Buchse nach unten gekommen ist ....
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

Lef.

Andreas, das glaube ich nicht.
Es ist ein Originalring. Ich habe ihn nicht gemessen.
Der alte hat 2,96-2,97mm Original soll 3,0mm sein.

Der 0,03mm-Streifen geht zwar nicht in die Nut, aber wenn man das mal zwei
nimmt, kann die Buchse noch immer auf knapp 0,6mm nicht aufliegen.
Wenn der Ersatzring tatsächlich 3,0mm hat, erklären sich die knapp 0,1mm Überstand.

Vielleicht muß ich noch einmal mit der Ziehvorrichtung dabei gehen und dabei den
Teller oben ansetzen.

Bastian, meinst du, das Anziehen des Kopfes hat den Sprengring zerstört?

Gruß
Jörg

Bastian

Hallo Jörg  ja das meine ich   ......  genauer umschrieben : der Zylinderkopf  mit seine angezogene Schrauben hat dieser LB schon unter höhe spannung gebracht und nachher ist dan irgendwann während der Traktor am arbeiten war den Sprengring gebrochen und die Buchse nach unten gekommen ....  ein etwas klemmender Kolben auf erhöhter Betriebstemperatur  könnte mitgeholfen haben .
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

Lef.

Hallo Bastian,
ich habe die alte Dichtung noch einmal aufgelegt.

[attach=1]

Die Buchse wird nicht abgedeckt. Wenn also der Kopf die Buchse durchdrüchen sollte, müßte
die Dichtung ja auf < 0,1mm zusammen gestaucht werden.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Die Ersatzdichtung habe ich zum Vergleich unter die alte gelegt.
Sie hat die gleichen Lochdurchmesser.

[attach=2]

Gruß
Jörg

PS: Was meinst du mit "LB"?

Lef.

Noch eine Frage zur Ergänzung:
Die Löcher der Kopfdichtung verhindern ein Aufliegen des Kopfes auf den Buchsenrand.
Trotzdem ist der Überstand = 0mm und ein Buchsen-Rückstand von 0,1mm ist
lt. Schleppertechnik erlaubt.
Was passiert bei 0,1mm Überstand?

Gruß
Jörg

Bastian

#2036
erstaunlich das der Buchse dann durch den Sprengring nach unten gekommen ist , das musste den doch ein ursache haben ? ein ZKD lasst sich nicht bis 0,1mm zusammendrücken , die geben meistens etwa 0,2mm nach  , also  0,8mm  wird etwa 0,6mm bei nachgezogene Zylinderkopfbolzen ,vermutlich  hat der Vorbesitzer mal ein ZKD  vom 9214g Motor (einfach ein ZKD bestellt für ein as440 mit 9214z Motor obwohl ein 9614M Motor verbaut ist) verbaut gehabt , dieser ZKD hat nämlich um ca 4mm kleinenere Zylinderkopflocher aber sonst Baugleich mit ein 9614m.ZKD  ,  LB ist  übrigens ein Laufbuchse .
groeten/grüsse  bas mulder  ,  as330a  as440a 2L2 B45a 4R2 , info(a)tractomania.eu .

BulliBaer

Hallo Jörg,

LB = Laufbuchse .. Bastian war schneller ..  ;)

Kann es sein, dass in den Motor schonmal neue LB reingekommen sind? Hast Du mal die Länge derselben gemessen? Diese sollte beim Motor 9214 G z 227 mm betragen. Eine Möglichkeit wäre, die Buchse nochmals zu ziehen und am Fuß die 0,1 mm abdrehen bzw. den Sprengring um diese 0,1 mm dünner zu machen. Allerdings lässt sich der Sprengring schlecht in die Drehbank einspannen. Bei einem Überstand drückt sich die Buchse in die Kopfdichtung, wodurch vermutlich der Aluring verformt wird. Dies kann die Kopfdichtung zerstören bzw. können abbröckelnde Aluteile in die Brennkammer gelangen. Es kann auch sein, dass hier garnix passiert und die Kopfdichtung den Überstand kaschiert. Darauf würde ich mich aber nicht verlassen, ein alter Motor ist zwar nicht so hochsensibel wie die heutigen Motoren, trotzdem sollte man gerade hier genau arbeiten.

Gruß .. Rudi ..
wenn Du auf die Schnauze fällst, so ist das nur ein Grund aufzustehen.

alte Gefährten in meinem Besitz:
MAN 2L4 - Bj. 1961
Dethleffs Beduin WoWa - Bj. 1961
Solo Motorhacke Typ 505 / 12
Ford Kuga Platinum Allrad 150 PS Bj. 2016
Quad TGB Blade 550 EFI LOF

MAN-fantast

Hallo..

Bei diesem Motortyp mit trockenen und ein wenig rückstehenden Laufbüchsen (LB) übt ja der Kompressions-/Explosionsdruck viel Kraft auf der Oberkante der LB.  Wir erinnern uns noch an die verklemmte Reglerstange und den hoch drehenden Motor... :o  Ist es hier ein Zusammenhang? - vorausgesetzt ist ein nicht sauber in der Nut sitzender Sprengring...

Gruss, Magne
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

kobbi

                                     Hallo Jörg
Man gut das es keine Reise wird ! hinsichtlich Antwort 1988-1989  :)

Entweder ich habe da was mit den Kolbenüberstand nicht richtig verstanden,
oder ich sehe/vermute da einen Messfehler,so das die 0,1mm nicht richtig sein könnten ?
Du hattest die Buchse mit den Hammer eingetrieben,unter den Segering ist noch Luft ? !
Du solltest die Laufbuchse, mittels der Zylinderkopfschrauben und der Scheibe, auf Vorspannung bringen,und sie erneut eintreiben ,so das die Buchse richtig an liegt/Vorspannung hat  ::) .
Und dann erneut messen.
Das mit der Rechnung, 0,1mm - 0,03mm = 0,07mm sehe ich nur als Theori
                       So aus der Ferne,Gruß Jens