Autor: FrontMAN Thema: Restaurierung 4R3 der Zweite  (Gelesen 26932 mal)

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Offline FrontMAN

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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #40 am: 24.03.2021, 11:31:00 »
Hallo Michael,
ich muss dir Recht geben, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man kann einen solchen Traktor aber auch verhunzen. Da habe ich schon so manch anderes Exemplar auf Oldtimer-Treffen gesehen. Aber ein 4R3 sollte immer erkennbar bleiben. Ist meiner Meinung nach, einer der Schönsten von der Optik. Über den Motor kann man geteilter Meinung sein. Aber ein paar kleine nützliche Veränderungen, wie die hydraulische Lenkung, schaden ihm überhaupt nichts. Ist meiner Meinung nach für die etwas größer gewählte Bereifung auch ein Muss. Es muss nur alles stimmig passen, dann sieht man ihm sein Alter nicht an.
Gruß Armin
Grüße aus dem Eichsfeld

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Offline mortl

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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #41 am: 25.03.2021, 20:50:17 »
Hallo Armin,

dein 4R3 ist wirklich Top geworden, ein stimmiges Bild die Fronthydraulik und die Hydr. Lenkung passen
wunderbar zu diesen "modernen" Schlepper.
Wie Michael auch schon Schreibt zeitlos.

Ich sehe auf einen Bild deine Motorhaube liegen, da fallen mir die Lüftungschlitze auf das die weiter nach oben gebogen
sind als normal (ausser das Bild täuscht ::)) ,ähnlich wie bei Güldner auf der linken Seite.
Vielleicht hast du davon ein Bild.

Gruß Martin

Offline FrontMAN

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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #42 am: 25.03.2021, 22:31:30 »
Hallo Martin,
ich danke dir und freue mich über deine Meinung zu meinen Sorgenkind. Nun bin ich auch froh, das ich es fast geschafft habe. Nicht nur, weil es doch so manchen Rückschlag beim Wiederaufbau gab, sondern auch, weil es mächtig an den Geldbeutel gegangen ist. Da kann ich durchaus verstehen, wenn Anzeigen im Web erscheinen mit utopischen Summen. Sicher wird mir keiner meine Arbeit bezahlen können, aber deswegen habe ich den Trecker auch nicht aufgebaut.
Nun zu deiner Frage. Dir entgeht aber auch gar nichts. Aber das ist nicht die Haube vom 4R3, sondern von meiner nächsten Arbeit. Ich habe mir im letzten Sommer einen 2F1 geholt. Ich finde diesen kleinen Dinger auch recht schön anzusehen. Und ich glaube, du hast auch mal einen aufgebaut. Ich trete voll in deine Fußstapfen. Und so ganz habe ich die Idee von einem 6-Zylinder auch noch nicht aufgegeben.
Gruß Armin
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Offline mortl

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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #43 am: 27.03.2021, 20:06:23 »
Hallo Armin,

du wirst sehen das du mit den "kleinen" viel Spaß haben wirst, die Überholung ist überschaubar, die Teile nicht so schwer,
und normal nicht so verschlissen wie ein 4R3.
Ich denke da kommt noch ein Restaurationsbericht :D.

Auf Oldtimertreffen bist du auf jeden Fall ein  :o Blickfänger wenn der "kleine" und "große" Nebeneinander stehen.

Gruß Martin

Offline FrontMAN

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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #44 am: 09.04.2022, 20:33:39 »
Hallo MANler,
fast genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich zuletzt berichtet habe von meinem 4R3, dem 2. Dank Corona konnte ich mir viel Zeit lassen, das Projekt fertig zu machen. Aber nun ist es fast soweit. Die Elektrik ist komplett neu, die Fronthydraulik fertig gemacht und noch ein paar andere nützliche Teile angebaut. Der Dekra-Mensch war auch schon im letzten Jahr da und wollte mir die Bescheinigung für einen neuen Brief ausstellen. Habe ihn aber auf diese Jahr vertröstet. Kommt sowieso gerne zu mir. Aber der 4R3 war nicht mein einziges Projekt. Wie ich schon gesagt hatte, ist nochmal vor 2 Jahren Nachwuchs auf den Hof gekommen. Es ist der Kleinste von MAN. Ein 2F1 und er ist im Gegensatz zum R wirklich nur eine halbe Portion. Auch dieser steht zur Zulassung in diesem Jahr bereit. Die Restauration ist im Vergleich zu dem Großen wahrlich ein Kinderspiel. Sei es die Größe, oder die Ersatzteilbeschaffung. Hier gibt es noch fast alles im Original und das zu bezahlbaren Preisen. Eventuell stelle ich dazu einen gesonderten Bericht hier ein. Bilder vom 4R3 folgen noch.
Gruß Armin
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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #45 am: 06.02.2026, 23:14:46 »
Hallo MANler,
zwischenzeitlich sind schon wieder fast 4 Jahre vergangen, seitdem ich meine letzten Aktivitäten zum 4R3 dem zweiten euch mitgeteilt habe. In dieser Zeit agierte ich fast nur noch als stiller Mitleser. Aber vielen älteren Mitgliedern in diesem Forum geht es genauso, wie mir. Während sie sich mehr und mehr zurück ziehen, kommen Neue dazu. Auch sie versuchen durch ihre  Erfahrungen und Mitteilungen, das Forum am Laufen zu halten. Aber es ist nicht mehr der alte Geist, der uns damals verband. Ich möchte hier keinen beleidigen. Zum Glück kommen neue Generationen nach und ,.,Hut ab" wenn sie sich diesen alten Maschinen annehmen und ihre Erfahrungen uns mitteilen. Leicht wird es für sie in Zukunft nicht werden. Sterben doch so nach und nach die alten Experten, wie Johann Zintl, oder aber auch Mitglieder aus diesem Forum.
Meine  Erfahrungen, wenn ich danach gefragt wurde, habe ich anderen Interessenten gerne mitgeteilt. Die meisten Kontakte hatte ich immer auf Oldtimertreffen. Viele hatten auch hinterher, oder auch heute noch, telefonisch Kontakt mit mir.
Natürlich war ich in den letzten Jahren nicht ganz untätig an meinen 5 MANs. Dabei hatte es mir dieser zweite 4R3 besonders angetan. Alleine die Instandsetzung hatte alles von mir abverlangt (siehe Bericht). Nicht nur vom finanziellen Aspekt war es auch eine gewaltige Herausforderung an die Technik, besonders auch die Ersatzteilebeschaffung. Nachdem ich mit dem Trecker, meistens im Wald, gearbeitet habe, kamen so manche Schwachstellen zum Vorschein. Was besonders Kopfschmerzen bereitete, war der drastische Temperaturanstieg im Kurbelgehäuse. Erklären konnte ich mir das nur durch zu enge Spaltmaße. Ich hatte beim Zusammenbau immer das geringste Maß laut Schleppertechnik angenommen und so auch eingebaut. Hinweise gab es genug dafür. So ließ sich der Motor bei erhöhten Temperaturen nicht mehr anlassen. Er war einfach fest. Im kalten Zustand genügten ein paar Umdrehungen und schon lief er. Deshalb entschied ich mich im letzten Herbst nach der Saison, nochmal den Trecker zu trennen. Habe also den Motor nochmal aufgemacht und alles nochmal neu vermessen. Das Ergebnis war dann auch ganz nach meinen Vermutungen. Das Kolbenringspiel betrug 0,3mm und das Spaltmaß Kolben/Kopf betrug 0,7mm. Also alles zusammen auf Minimum eingestellt. Da ich Unterlagen hatte von damaligen  MAN Ingenieuren, die eindeutig darauf hinwiesen, das bei einer Motorrevision etwas größere Spaltmaße anzuwenden sind, als wie in der Schleppertechnik geschrieben. Besonders bei den Rumpfmotoren, wie die letzten Baureihen N,P,R. Habe nun das Ringspiel auf 0,5mm und das Kolbenspiel auf 0,9mm verbaut. Bei einem kurzem Testlauf vom Motor konnte ich dann auch nichts negatives feststellen. Bin nun soweit, das ich den Trecker wieder komplett zusammen geschraubt habe. Bei dieser ganzen Aktion habe ich gleich noch die alten Kreuzgelenke in der Vorderachse gegen neue ausgetauscht. In unserem Gelände bin ich auf den Allrad angewiesen. Hatte damals die Kreuzgelenke neu gelagert, es waren aber zweierlei verschiedene Gelenke gewesen. Also auch nicht mehr original. Auch an der Hydraulik noch einiges ausgetauscht und verbessert. Ob dann alles meinen Erwartungen erfüllt, werde ich dann sehen. So wie die Witterung es zulässt, muss Brennholz gemacht werden. Ich habe zwar noch genug, aber es steht auch genug im Wald, was dürre ist und weg muss. In eurem Interesse melde ich mich hoffentlich recht bald wieder. Bis dahin viele Grüße aus dem Eichsfeld.
Armin (treuer MAN Freund)
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Re: Restaurierung 4R3 der Zweite
« Antwort #46 am: 09.02.2026, 09:55:15 »
Moin . schön mal wieder von Dir zu lesen ........und ja .....da ist ne Menge Wahrheit im Text !
Gruß Jürgen
Gruß Jürgen

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