Neues im Hause Lef.

Begonnen von Lef., 07.10.2012, 16:22:37

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Lef.

Hallo Alex, danke für Deine Anteilnahme :)

Ich bin fest davon überzeugt, daß ich den Block dicht kriege.
Momentan tendiere ich zum Abdichten mit Knetmetall, bei gleichzeitiger Versiegelung von innen.
Was ich dafür nehme weiß ich noch nicht.

Zusätzlich werde ich ins Kühlwasser einen Zusatz zum Abdichten kippen.
Das Zeug hat schon einen Haarriß im Kühler meines McCormicks abgedichtet.
Der ist seit 6 Jahren dicht.

Gruß
Jörg

Luci

Hallo Jörg,
wie gesagt ich bin kein Experte, aber denkst du das diese Knetmasse auf Dauer den Anforderungen (thermisch) gewachsen ist?
Gruß Alex
Alex fährt MAN 2P1
               MAN 4R2
               Güldner ADN 8H
               Güldner 517G

Lef.

Alex, die thermische Beanspruchung ist kein Thema.
Das Zeug, was ich hier habe ist bis 300°C belastbar.

Bei verschiedenen Werkstoffen im Verbund ist die Wärmeausdehnung und die Elastizität häufig ein Problem.
Eisen hat sicher einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten als das Knetmetall.
Wenn die Differenzen nicht durch deren Elastizität ausgeglichen werden kann,
kommt es zu erneuten Rissen.

Gruß
Jörg

bolzendreher

Hallo Jörg,

ich hab mein Block vom Hanomag "nähen" lassen, da wird auf jeder Seite des Risses ein Loch gebohrt und dann kommt ne "Mini-Bauklammer" rein. Zum Schluss wird im ausgeschliffenen Riss noch ein Material verstemmt. Ist jetzt seit 6 oder 7 Jahren so, und absolut dicht. Beim Probelauf wurde dann noch ein Mittel in die Kühlflüssigkeit gegeben, dass wohl bei Turbomotoren eingesetzt wird, weil da irgendwie keine Dichtungen sein dürfen und die so "verklebt" werden. Hatte das hier auch schon mal einem Empfohlen der das dann auch gemacht hat.

War vom Motoren Graf in Müllheim. www.graf-motoren.de

Ist nicht ganz billig das Zeug, aber gut.

Viel Erfolg

Gruß Clemens

Lef.

Hallo Clemens,
ich erinnere mich.
Du hast diese Methode schon einmal im Zusammenhang mit dem Riß im Zwischengehäuse bei meinen MAN
vorgestellt.

Ein IHC-Kollege hat seinen MWM KD 211-Motor einfach mal mit Karosseriespachtelmasse dicht bekommen.
Über 10 Jahre hat das gehalten.
Dann hat er das wieder rausgeschliffen und Industriekleber reingeschmiert. Das hält jetzt auch schon 
2 Jahre.
Wenn die eher spröde Spachtelmasse 10 Jahre hält, sollte ich mit Knetmetall mindestens 15 Jahre rausholen.
Ich hoffe, daß ich dann mit 70 immer noch in der Lage bin, mit dem Multidremel den Rist wieder frei zu legen
um ihn neu zu verschliessen.

Bei diesem Projekt werde ich nicht so viel investieren wie in den MAN.
Die Ausgaben müssen immer in einem vernünftigen Verhältnis zum Marktwert stehen.
Den schätze ich beim Ritscher, auch wenn er nur ca. 80 mal gebaut wurde, nicht so hoch ein.
Also kommen kostspielige Reparaturen nicht in Frage, wenn es (vielleicht nicht so gut) auch anders geht.

Ich werde ihn nicht um jeden Preis fertig machen.
Wenn´s zu teuer wird, werden die Teile verkauft.

Gruß
Jörg


kobbi

                  Hallo Jörg
Denke mal an den Zylinderkopf zurück !
Lager den Motor erst wieder ein ,mache erst was anderes an Trecker.

KOMMT ZEIT ,KOMMT MOTORBLOCK. =das währe die beste Lösung  ???
                                                   Kleben /schweißen kannst du später noch !
                                     Gruß an Familie Lef von Jens

Lef.

Moin Jens,
ich bin eher skeptisch was einen neuen, intakten Block ohne gegenläufigen Massenausgleich angeht.

Bei Ebay wird einer angeboten
http://www.ebay.de/itm/Motorgehause-Gehause-MWM-Motor-KD-12-E-Fendt-Dieselross-F12-F-12-GH-Traktor-2-/181149474480?pt=Ersatzteile_Zubeh%C3%B6r_Landtechnik&hash=item2a2d599eb0

Der hat einen massiven Ausbruch in Gehäuse an der großen Öffnung und ist mir eindeutig viel zu teuer.

Oder... hast du eine Quelle in der Hinterhand? Das würde mich nicht wundern, du kennst ja auch Gott und die Welt.  ;)

Gruß zurück

Jörg

Luci

Alex fährt MAN 2P1
               MAN 4R2
               Güldner ADN 8H
               Güldner 517G

Lef.

Hallo Alex,
leider nicht.

Ich brauche den Block für den KD12 E. Das E steht für 1-Zylinder, das Z steht für 2-Zylinder.....

Danke für deine Mühe.

Gruß
Jörg


Lef.

Hallo,
ich habe angefangen den Riß von außen zu schleifen.

[attach=1]

Ich habe einen Hinterschnitt reingeschliffen.
So kann das Knetmetall beim Reindrücken hinters Metall fließen und wir deutlich besser haften.

Gruß
Jörg

Andy 4S2

Hallo Jörg,

ich glaube dass Knetmetall nicht elastisch genug ist um die thermische Ausdehnug aufzunehmen. Ich würde alles schön entfetten und mit Dichtmasse(hochtemperaturbeständig) ausfüllen. Diese ist elastischer.
Gruß Andy

Lef.

#411
Hallo Andy,
wie du schon schreibst... ich glaube... Grundsätzlich gebe ich dir recht. aber...
Die einzige zuverläßige Info, was außer Zuschweißen und Klammern ála Clemens geklappt hat,
kommt (wie ich gestern um 21.33 Uhr schrieb) von den IHC-lern.

Dort hat der extrem spröde Karosseriespachtel 10 Jahre gehalten und der flexible Industriekleber seit 2 Jahren.

Du meinst sicher ein Zeug wie dieses:

http://www.ebay.de/itm/Dichtmasse-Motor-Getriebe-Olwanne-300-C-69-95-L-/310742050813?pt=Spezielle_Werkzeuge&hash=item4859ab67fd

Vielleicht werden hier noch erprobte Mittel vorgeschlagen.

Ich denke, das Thema ist, unabhängig von Treckertyp, häufig ein interessanter Aspekt bei der
Instandsetzung.
Frostrisse sind nicht selten ein Killerkriterium beim Kauf eines Oldtimers.

Gruß
Jörg

Andy 4S2

Ja, genauso etwas nehme ich immer, das rote haftet auch besser als das schwarze.
Aber gut, soviel Erfahrung mit Frostrissen haben ich nicht.
Gruß Andy

ackerdiesel

Hallo Jörg,

warum schweißt Du den Riss nicht zu ?

Es gibt dafür extra Elektroden zum Gußschweißen. Der Block muss nur schön warmgemacht werden und langsam abkühlen.

Gruß
klaus

Lef.

Hallo Klaus,
die Antwort ist ganz einfach: Ich habe noch nie ernsthaft Guß geschweißt und befürchte,
daß ich mehr kaputt mache, als es nützt.

Also gehe ich erst den Weg es mit Dichtmasse/Knetmetall zu versuchen.
Wenn das nicht klappt, kann ich immer noch schweißen (lassen).

Gruß
Jörg

Lef.

#415
Hallo,
ich war unterwegs, um das geeignete Material zum Abdichten des Blockes zu suchen.

Und ich bin fündig geworden.
Dieses soll es sein.

[attach=1]

[attach=2]

Neben der hohen Temperaturbeständigkeit, war für mich die Elastizität/Dehnung von 5%
ausschlaggebend.

Ich denke, damit kann ich es wagen.

Gruß
Jörg

Lef.

Moin,
ich habe heute die Abdichtung von innen begonnen.

Bis blank auf´s Metall war der Block nicht vom Rost zu befreien.

[attach=1]

Damit ich eine tragfähige feste Grundlage bekomme,
habe ich Hammerite Rostwandler aufgetragen.
Der wandelt den Rost in eine fest anhaftende metallorganische Verbindung um.
Ich habe schon häufig damit gearbeitet, das Zeug ist klasse.

[attach=2]

Nach der Reaktion bildet sich eine schwarz-blaue, hauchdünne Schicht.

[attach=3]

Zum eigentlichen Abdichten habe ich mir dieses Mittel ausgewählt.

[attach=4]

es ist recht gut streichbar.

[attach=5]

Wenn es ausgehärtet ist, werde ich es auf Abreibfestigkeit testen.
Ich muß sicher sein, daß es sich nicht als Film ablöst.

Ich denke, das sollte für innen reichen.
Ins Kühlwasser kommt später ja noch das Kühlerdichtmittel.

Gruß
Jörg

Funkel

Hallo Jörg,

du hast zu erst den Riss mit dem Turbokit geflickt?
Und dann wie du es geschrieben hast den Block gereinigt, mit Rostumwandler gestrichen.
Danach dann Curil bestrichen.

Habe ich das so richtig verstanden?

Gruß Christian

Lef.

Moin Christian,
fast... Bisher habe ich nur innen abgedichtet.
Turbokit kommt nur von außen in die geschliffenen Spalten.

Gruß
Jörg

Lef.

#419
Hallo,
inzwischen ist die Curil-Schicht durch gehärtet.

es hat sich ein glatter, elastischer und gut haftender Film gebildet.
Auf einer Testfläche habe ich den massiv mit dem Daumennagel bearbeitet.
Wenn sich dabei Teile lösen, dann nur als kleine Krümel.
Ein Verstopfen des Kühlsystems durch mögliche Ablösungen ist also nicht zu befürchten.

[attach=1]

Die Risse außen habe ich mit dem Turbokit zu gestopft.

[attach=2]

Wenn es ausgehärtet ist, schleife ich es über.
Danach werde ich mit heißem Frostschutz/Wassergemisch einen Test auf Dichtigkeit und
auf Beständigkeit der Curil-Schicht machen.

Gruß
Jörg